Leitfaden: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Dieser Leitfaden richtet sich an Verantwortliche für Arbeitsschutz, HR und Beratung. Er fasst zusammen, worum es bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung geht, welche Rollen beteiligt sind und wie Sie den Prozess strukturiert angehen können.

Für detaillierte Fachinformationen verweisen wir auf das BASA-Verfahren, die GDA und das Arbeitsschutzgesetz. ACOMERA unterstützt Sie bei Erhebung und Auswertung – die Maßnahmen im Betrieb bleiben in Ihrer Verantwortung.

1. Rechtliche Grundlage in einfachen Worten

Das Arbeitsschutzgesetz (§5 ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen für die Beschäftigten systematisch zu beurteilen – dazu gehören auch psychische Belastungen. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) konkretisiert, wie das aussehen soll: geordnet, dokumentiert, mit Beteiligung der Betroffenen.

Wichtig: Es geht nicht darum, einzelne Mitarbeiter zu „diagnostizieren“. Im Fokus stehen die Arbeitsbedingungen – also Aufgabe, Organisation, Umfeld und Zusammenarbeit.

Zentrale Begriffe erklären wir kurz im Glossar.

2. Rollen und Beteiligte

Eine gute Gefährdungsbeurteilung ist Teamarbeit. Typisch beteiligt sind:

ACOMERA liefert die technische und methodische Grundlage (BASA, Plattform, Berichte), ersetzt aber keine interne Kommunikation und keine Beteiligung der Mitarbeiter.

3. Methode wählen: Warum BASA?

Statt einzelne Fragen frei zusammenzustellen, empfiehlt sich ein etabliertes Verfahren. BASA ist ein solches Verfahren: wissenschaftlich geprüft, in der Praxis erprobt und im GB-Psych-Kompass empfohlen. Es passt zu den Anforderungen der GDA und des §5 ArbSchG.

In der ACOMERA-Plattform steht BASA als Vorlage bereit. Zusätzliche betriebliche Fragen können ergänzt werden, ohne die Grundstruktur zu verlieren.

Details zur Methode finden Sie unter BASA-Verfahren. Wenn Sie Tools vergleichen: Software für GBU-Psyche auswählen.

4. Den Prozess strukturieren

Inhaltlich lässt sich der Prozess in einige klare Schritte zerlegen: Klären, warum und wofür; Methode und Umfang festlegen; Erhebung planen; Erhebung durchführen; Ergebnisse auswerten; Maßnahmen ableiten; dokumentieren und nachhalten.

Die ACOMERA-Plattform bildet den technischen Teil dieses Ablaufs in einem 7-Schritte-Prozess ab – von Parametern und Hierarchien über Inhalte bis zur Auswertung. Beim Full-Service übernimmt ACOMERA diese Schritte für Sie.

Gesamtprozess GBU-Psyche · 7-Schritte-Prozess in der Software

5. Ergebnisse nutzen und Maßnahmen ableiten

Eine Gefährdungsbeurteilung ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass aus den Ergebnissen Maßnahmen entstehen, die den Arbeitsalltag der Mitarbeiter verbessern – auf der Ebene von Arbeitsaufgabe, Organisation und Miteinander.

Berichte, Poster und Workbooks aus der ACOMERA-Plattform dienen als Grundlage für Workshops in den Bereichen. In diesen Workshops werden Belastungen besprochen, Ursachen gesucht und konkrete Maßnahmen vereinbart.

ACOMERA führt keine Workshops durch, liefert aber die Unterlagen, mit denen interne oder externe Moderatoren gut arbeiten können.

Beispiele für Berichte finden Sie unter Ergebnisse & Berichte.

6. Wo ACOMERA unterstützt – und wo nicht

ACOMERA übernimmt Screening und Auswertung: Fragebogen, Erhebung, technische Durchführung, Auswertungen, Berichte, Poster und Workbooks. Die Verantwortung für Maßnahmen bleibt immer beim Arbeitgeber – gemeinsam mit den betrieblichen Akteuren.

Sie entscheiden, ob Sie die Plattform selbst nutzen (SaaS) oder ob ACOMERA die Erhebung als Full-Service-Projekt für Sie durchführt.

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7. Nächste Schritte

Wenn Sie einen systematischen Einstieg in die GBU psychischer Belastung suchen, sprechen Sie mit uns über Ihren Stand: Was gibt es bereits, was fehlt, welche Rollen sind im Haus?

Auf dieser Basis klären wir, ob die Plattform, ein Full-Service-Projekt oder eine Kombination aus beidem für Sie passt.

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